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Beratung

Unsere Beratungsstellen

Informieren Sie sich hier über die Leistungen unserer Sozialstation in Ihrer Nähe!

Häusliche Pflege der
DRK-Schwesternschaft Westfalen e. V. Bochum

Weststraße 62
44866 Bochum

Tel.: 02327-939390
Fax: 02327-939391
E-Mail: wegner@schwesternschaft-westfalen.drk.de

Pflegedienstleitung: Frau Kerstin Wegner

Häusliche Pflege der
DRK-Schwesternschaft Westfalen e. V. Gelsenkirchen

Schernerweg 4
45894 Gelsenkirchen-Buer

Tel. 0209-9592031
Fax: 0209-9592033
E-Mail: wegner@schwesternschaft-westfalen.drk.de

Pflegedienstleitung: Frau Kerstin Wegner

 

Häusliche Pflege der
DRK-Schwesternschaft Westfalen e. V. Münster

Zumsandestraße 25–27
48145 Münster

Tel: 0251-4902981
Fax: 0251-4824321
E-Mail: hillmer@schwesternschaft-westfalen.drk.de

Pflegedienstleitung: Frau Gabriele Hillmer

Häusliche Kinderkrankenpflege
DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH

Wellersbergstraße 60
57072 Siegen

Tel: 0271-2345-417
Fax: 0271-21955

E-Mail: info@drk-kinderklinik.de

 

Ratgeber Pflege

Die Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung. Lebensqualität auch im Pflegefall abzusichern, eine Qualitätskontrolle durchzuführen und konkrete Pflegeleistungen abzusichern, das sind die Ziele der Pflegeversicherung.

Geregelt wird all das im Elften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XI). Hier werden Vorgaben beschrieben, die festlegen, ob jemand Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung hat. Weitere gesetzliche Grundlagen bilden das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz (PflEG/2002), das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz (PQsG/2002) und das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (PfWG/2008).

Ob ein Anspruch auf Leistungen besteht, ermittelt die Pflegekasse. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit werden bestimmte Zuschüsse gewährt, die ein Beitrag für Ihre Versorgung sind. Die Höhe der Zuschüsse und der Umfang des Hilfebedarfs spiegelt sich in den Pflegestufen wider.

Pflegestufen – oder der Grad der Pflegebedürftigkeit

Die beanspruchte Zeit und die Art der Hilfestellungen sind Richtlinien für die Festlegung der Pflegestufe.

Pflegestufe 0

Menschen, die zwar ohne Hilfe nicht selbstständig leben können, die Kriterien der Pflegeversicherung aber noch nicht erfüllen, erhalten die Pflegestufe 0.

Sie müssen für ihre Betreuung selbst aufkommen. In Einzelfällen kann durch das Sozialamt ein Betreuungsgeld gewährt werden.

Der Betreuungsbedarf ist durch einen Arzt zu attestieren.
 

Pflegestufe 1

Die Pflege nimmt im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten in Anspruch und davon mindestens 45 Minuten Grundpflege.

Dabei ist Unterstützung mindestens einmal täglich bei wenigstens zwei Verrichtungen des täglichen Lebens notwendig. Angesprochen wird hier insbesondere die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität). Darüber hinaus ist mehrmals in der Woche hauswirtschaftliche Hilfe erforderlich.


Pflegestufe II: Schwere Pflegebedürftigkeit

Die Pflege nimmt mindestens drei Stunden pro Tag in Anspruch, davon mindestens 2 Stunden Grundpflege.
Unterstützung ist mindestens drei Mal täglich im Bereich der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) erforderlich und dies zu verschiedenen Tageszeiten. Hinzu kommt mehrfach in der Woche Unterstützung in der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Pflegestufe III: Schwerste Pflegebedürftigkeit

Im Wochendurchschnitt müssen dafür mindestens fünf Stunden am Tag aufgewendet werden, davon mindestens vier Stunden in der Grundpflege.

Unterstützung ist rund um die Uhr notwendig und umfasst hauswirtschaftliche Versorgung, Grundpflege und andere pflegerische Maßnahmen.

 

Wann ist man pflegebedürftig?

Nach Vorgabe des Pflegegesetzes spricht man dann von Pflegebedürftigkeit, wenn durch geistige, körperliche oder seelische Krankheit oder Behinderung dauerhaft - mindestens aber für eine Dauer von sechs Monaten - bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und bei der hauswirtschaftlichen Versorgung Hilfe notwendig ist.

Grundsätzlich unterschieden wird auch zwischen Grundpflege und Behandlungspflege. Zur Grundpflege gehört die Körperpflege. Der klassische Bereich der Pflegeversicherung. Zur Behandlungspflege gehört die medizinisch-pflegerische Betreuung, wie das Verabreichen von Medikamenten, das Wechseln von Verbänden oder das Geben von Spritzen. Diese Leistungen fallen in den Aufgabenbereich der Krankenkasse.

Welche Schritte, wenn Hilfe notwendig ist?

Antragstellung bei Pflegebedürftigkeit

Wie wird Pflegebedürftigkeit festgestellt und durch wen? Das ist die erste Frage, die im Fall der Fälle jeden beschäftigt.

Wenn Sie persönlich den Eindruck haben, dass pflegerische Versorgung für Sie ein Thema ist, steht Ihnen zunächst die Pflegeberatung zur Seite. Sollte sich Ihr Eindruck für Sie und Ihre Angehörigen bestätigen, ist Ihre erste Anlaufstelle Ihre Pflegeversicherung, angesiedelt bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Privat versicherte Personen wenden sich an ihr Versicherungsunternehmen.

Dort stellen Sie auch den Antrag auf Einstufung nach der Pflegeversicherung. Geprüft wird dieser Antrag durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK). Bei knappschaftlich Versicherten übernimmt diese Prüfung der Sozialmedizinische Dienst (SMD).

Der MDK oder der SMD legt der Pflegekasse ein Gutachten vor, das die Pflegestufe eines Pflegebedürftigen empfiehlt. Dieses Gutachten erstellt der MDK oder der SMD nach einem vorher angekündigten Hausbesuch. Der Hilfebedarf in den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität ist hier ausschlaggebendes Kriterium. Grundlage bilden die bundesweit einheitlichen Begutachtungsrichtlinien. In diesen Begutachtungsrichtlinien werden Orientierungswerte zur Pflegezeitbemessung für jede einzelne Tätigkeit festgelegt. In besonders akuten Situationen kann dieses Verfahren abgekürzt werden.

Es ist seit 2008 gesetzlich vorgeschrieben, dass die Bearbeitung der Anträge in fünf Wochen erfolgen muss. Bei einem Krankenhausaufenthalt oder wenn eine palliative Versorgung notwendig ist, muss die Begutachtung innerhalb einer Woche erfolgen.